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In den letzten Woche fragen mich immer wieder Unternehmer, was ich Ihnen für die zweite Corona-Welle rate. Fast alle haben die Verluste aus dem Frühjahr in einem starken dritten Quartal einigermaßen ausgebügelt. Was die Entscheider jetzt umtreibt, das höre ich heraus, ist nicht der Umsatz der kommenden Monate. Es geht um die Navigation des Unternehmensschiffs. Während der letzten Jahre hatte es genügt, Kurs zu halten. Jetzt möchten sie ins Steuer greifen. Aber es fehlt die Vorstellung einer Richtung. Bricht der Export wieder ein? Kommen Schließungen auf den Einzelhandel zu? Entspannen Massenimpfungen die Situation? Wie wirken der Brexit im UK und der Präsidentenwechsel in den USA in diesem Kontext?

Ich empfehle ihnen dann, den Blick um 180 Grad zu wenden. In unübersichtlichen Phasen wie dieser lohnt es sich, die Aufmerksamkeit von außen nach innen, vom Markt ins Unternehmen zu verlagern. Der neblige, unendliche Ozean wird nicht berechenbarer, wenn man über ihn Mutmaßungen anstellt. Besser ist es, sich zu überlegen, wie man mehr über seine Wellen und Strömungen erfährt. Und jetzt sind wir bei den Menschen, bei den Mitarbeitern. Es ist nicht mehr die Aufgabe von Vorgesetzten oder Führungskreisen, ihr überlegenes Wissen auszuspielen. Sie können es gar nicht mehr haben. Und sie können das auch zugeben. Es geht nicht mehr darum, Lösungen zu präsentieren. Es geht darum Lösungen zu ermöglichen. Ansätze schlummern überall im Unternehmen. Wecken Sie sie auf.

Mal ehrlich: Die alte Organisations- und Hierarchiestruktur wird doch immer mehr zum Korsett. Sie war einmal gut dafür, definierte Aufgaben effizient abzuarbeiten. Strategie und Problemlösungen kam aus der Führungsetage. Umgesetzt wurden sie entlang des Organigramms. Neues war nicht gefragt. Kreativität war verbannt in die Entwicklungsabteilung. So blieb Innovation kontrollierbar. Der Preis für dieses Muster ist in den letzten Jahren explodiert. Schnelligkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit leiden unter dem Käfigschema. Aber genau diese Eigenschaften zählen beim Navigieren in Nebel und Sturm.

Deshalb von mir drei Ratschläge für die kommenden Monate:

1. Ideen befreien. Neuem begegnet man am besten mit neuen Ansätzen. Wagen Sie, das Nachdenken über Neues und das Erproben von Ungewohntem aus der Führungsetage zu befreien. Jede und jeder im Unternehmen hat Stärken und Kenntnisse, von denen Sie nichts ahnen. Schaffen Sie Zeit und Raum für den Austausch. Lassen Sie größere Runden professionell moderieren.

2. Arbeit neu denken. Wagen Sie, das 40-Stunden-Denken infrage zu stellen. Was muss unbedingt getan werden? Was tun die Mitarbeiter nur aus Gewohnheit? Wo findet echte Wertschöpfung statt? Suchen Sie – wiederum gemeinsam – nach der Balance zwischen dem Anspruch, maximalen Kundennutzen zu schaffen, und dem Ziel, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

3. Wissen updaten. In den letzten Monaten wurde viel improvisiert, schnell gelernt und notgedrungen anders gearbeitet. Erinnern Sie sich an Ihre erstes Online-Meeting? Sorgen Sie dafür, dass die Methoden und Techniken aller Mitarbeiter mit der neuen Praxis schritthalten. Wagen Sie, das Wort Weiterbildungsgenehmigungsverfahren aus dem Unternehmenswortschatz zu streichen. Wer Neues wagt, darf nicht um das dafür nötige Wissen betteln müssen.

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