Kontakt
kontakt
MENÜ
Facebook LinkedIn Xing

Diese Webseite nutzt Tracking-Technologien von Drittanbietern, um ihre Dienste anzubieten und stetig zu verbessern. Ich bin damit einverstanden und kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder ändern.

3.2.2021

Sinn ist der Schlüssel

Die drei Komponenten für nachhaltigen Erfolg

Jetzt ein Exemplar unseres Buches reservieren

Über dem Laden steht in großen Lettern „Freiheit auf Rädern“; darunter etwas kleiner: „MyBike“ und „Silver-Trike“. Das Schaufenster ist allerdings für ein Radgeschäft ungewöhnlich: ein großformatiges Landschaftsposter auf der linken Seite, davor ein stylisches Bike; rechts ein stabiles Trike mit abnehmbarem Korb vor einem Panorama der Fußgängerzone. Drinnen steht neben einer Parkbank ein Rollator.

Der Besitzer Andreas Dreher erzählt, dass anfangs „Andreas‘ Räder-Bude“ auf seinem Unternehmensschild gestanden hatte. Nach einigen Monaten war er mit einem Kunden über seine Motivation als Unternehmer ins Gespräch gekommen. Andreas hatte damals davon geschwärmt, welche Freiheit Radfahren bedeute, welche Unabhängigkeit, welches Gefühl von Lebendigkeit. Überhaupt habe erst die Erfindung des Rads dem Menschen neue Dimensionen eröffnet. Es sei einfach toll, wenn andere das auch so erlebten. Der Kunde war erstaunt: „Mensch Andreas, was du hier machst, das ist nicht einfach an Fahrrädern schrauben. Nach deiner Erzählung verkaufst du Freiheit und Lebendigkeit durch Fahrradfahren.“

KOMPONENTE 1: DEN SINN DES UNTERNEHMENS FORMULIEREN. ER ZEICHNET SICH DADURCH AUS, DASS ER ÜBER DEN NUTZEN DES PRODUKTS ODER DER DIENSTLEISTUNG HINAUSWEIST. DER SINN KANN, MUSS ABER NICHT, ALS UNTERNEHMENS-SLOGAN TAUGEN

Das saß. Dreher sah sich plötzlich anders. Er erkannte den Sinn seiner Arbeit. Er konnte sich jetzt erklären, warum er Bewerber passend oder unpassend fand. Bislang hatte er das mit seinem Gefühl begründet. Ein paar Radtouren später war für ihn klar: „Andreas‘ Räder-Bude“ klang zwar locker, aber mit dem Sinn im Unternehmensnamen hätten er selbst, die Mitarbeitenden und die Kunden immer das vor Augen, worum es ihm eigentlich geht: Freiheit auf Rädern.

Andreas Dreher ist kein Idealist, er ist ein unternehmerischer handfester Typ. Seine Leidenschaft und der Charakter des ganzen Unternehmens bestehen darin, mit intelligenten Kniffen einfache und elegante Lösungen zu entwerfen. Wichtig ist ihm, dass das Ergebnis auch für Nicht-Techniker ästhetisch ansprechend ist. Sein Unternehmen hatte er begonnen, weil ihm immer irgendetwas an den Standardrädern nicht passte. Längst hat er als Geschäftsidee ein intelligentes Baukastensystem entwickelt: Dreher bietet mit „MyBike“-Module an, mit denen Kunden sich ihr Fahrrad selbst zusammenstellen können. Auf diese Weise wird das Geschäft mit individualisierten Produkten skalierbar. Kunden bringen immer wieder neue Anfragen, der Spaß am Lösungen finden und bauen bleibt – Dreher ist erfolgreich am Markt.

KOMPONENTE 2: DIE EIGENTLICHE LEIDENSCHAFT. DAS, WAS EINE PERSON ZUM BERUF GEFÜHRT ODER EIN UNTERNEHMEN ZU BEGINN ERFOLGREICH GEMACHT HAT, IST IN DER REGEL DIE KERNKOMPETENZ, DIE IM MARKT MEHRWERT STIFTET.

Nach zehn Jahren kontinuierlichen Wachstums flacht die Kurve ab. Dreher überlegt sich eine naheliegende Portfolio-Erweiterung: den Verkauf von Radler-Ausrüstung. Hier besteht die Chance auf ein Geschäft mit großen Margen. Andreas Dreher hat etwas, was gute Unternehmer brauchen: Er behält seine Kunden im Auge. Auch die von morgen und übermorgen. Unter den ersten Kunden waren Männer gewesen, die kurz vor der Rente standen. Geplagt von Rückenschmerzen erhofften sie von Andreas ein individuell konfektioniertes Rad. Sie schauten nicht auf den Euro, sondern auf die wieder gewonnene Lebensqualität. Wo waren diese Kunden jetzt? Nach einigen Telefonaten fand Dreher heraus: Die Älteren fühlten sich inzwischen auf ihren Rädern nicht mehr sicher; weil sie nicht „alt aussehen“ wollten, blieben sie zu Hause.

Dreher war längst nicht mehr gezwungen, sich an „alten Kunden“ im doppelten Wortsinn zu orientieren. Dennoch veranlassten ihn die Gespräche zum Überdenken seiner Geschäftspläne – und zwar im Hinblick auf den Sinn. Klamotten verkaufen – auch für Radfahrer – war für ihn eigentlich nichts weiter als ein Opportunitätsgeschäft, für das er entweder geeignetes Personal aufstocken oder sich selbst in einem neuen Metier umschauen musste. Die Kasse würde sicher stimmen. Wenn er sich aber auf den Sinn besann, kam etwas anderes heraus: Freiheit auf Rädern – wie sieht die für älter werdende Menschen aus, die jahrzehntelang ihren Drahtesel (oder ihr Bike) geliebt hatten und die Freiheit im Sattel jetzt vermissten …? Und wie sah das dann aus, wenn er seine eigentliche Leidenschaft daransetzte, sich um diesen alten, jetzt aber neuen Kundenkreis zu kümmern …

Andreas Dreher ging in eine sogenannte duale Transformation, orientiert am Sinn: Er verkaufte weiterhin die sehr gut laufenden MyBike-Module und investierte den Gewinn orientiert am Unternehmenssinn: in ein Fahrrad mit drei Rädern, das nicht nur praktisch ist, sondern auch sportlich daher rollt, das „SilverTrike“. Wie beim MyBike handelt es sich um ein modulares System, so dass Kunden ihr Trike nach Bedarf bauen lassen können. Das MyBike läuft wie bisher weiter und nach Austausch verschiedener Module in der Testphase hat beim SilverTrike deutliches Wachstum eingesetzt. Auf dem SilverTrike verstecken sich Radler nicht mehr, sondern sie gehen wieder selbstbewusst aus dem Haus. Wieder sind Kunden bereit, für Freiheit und Lebensqualität zu bezahlen.

KOMPONENTE 3: DIE ORIENTIERUNG AM KUNDENNUTZEN. WICHTIG IST DABEI, DASS SICH DAS UNTERNEHMEN DIE KUNDEN SUCHEN KANN, DIE VON SEINEM SINN UND SEINER KOMPETENZ(FAKTOR 1 + 2) MAXIMAL PROFITIEREN.

„Freiheit auf Rädern“ hat jetzt zwei Standbeine (MyBike und SilverTrike) mit einem skalierbaren Geschäftsmodell, nämlich den individuellen Bau schöner Fahrräder im modularen System. Mit diesen Standbeinen finanziert Dreher die begonnene nächste Transformation: Er tüftelt mit seinem Team an „coolen“ Rollatoren, die mit Fitnesstrackern, Smartphones oder Tablets verbunden werden können. Rollatoren für übermorgen – für die Radfahrer von heute.

Dreher ist froh, den Handel mit Fahrrad-Bekleidung noch gestoppt zu haben. Heute betrachtet er ihn als Falle, in die er beinahe getappt wäre. Die Falle heißt Opportunität. Das Geschäft mit Kleidung und Zubehör macht jetzt ein Kooperationspartner, dem er einen Teil seiner Verkaufsfläche vermietet. Dreher selbst und seine Mitarbeitenden haben den Kopf frei für das, womit sie erfolgreich sind. Weil es ihnen und ihren Kunden Sinn stiftet: Freiheit auf Rädern.

Inhalte
Unser Service Akademie Team Wissenswertes Kooperationen Kontakt
Kontakt

Proceed GmbH & Co KG
Salzburger Weg 8
79111 Freiburg

mk@proceed.gmbh
0761 / 897 61 83

© 2021 Proceed Gmbh & Co KG